Shawn Tight

5 Fragen an Shawn Tight

Mutter hat immer gesagt: „Junge, mach etwas aus dir!“. Und deshalb geht Shawn Tight neben dem Auflegen auch noch einem anständigen Beruf nach – er ist Rapper. Das hält ihn aber nicht davon ab regelmäßig mit der Deutschen Hip Hop-DJ-Elite deutschlandweit an den Plattenspielern zu stehen. Mit seiner zärtlichen Mischung aus Hip Hop, Funky Breaks und Mashups schafft er es sogar softe Popstücke wie harten Straßenrap klingen zu lassen. Und umgekehrt.

Wir haben Shawn Tight 5 Fragen gestellt

1. Wo war der entfernteste Gig, den du gespielt hast?

Das war in Zürich. Der Laden heißt Kanzlei. Das war auf einer Supakool Party. Die Veranstalter haben uns vom Flughafen abgeholt und direkt zu einer Poolparty mitgenommen, wo sie uns für 3 Stunden abgefüllt haben. Danach „durften“ wir kurz was essen, in zwei andere Züricher Clubs Mexikaner trinken, von da aus in die Kanzlei, wo wir zwei Stunden gespielt haben. Von da aus dann weiter in einen anderen Club und von dort aus in einen Afterhour Techno Club. Was in den anderen Läden für Musik lief, weiß ich bis heute nicht.

2. Deine Top 5 Songs um eine langweilige Party in Schwung zu kriegen.

  • No Diggity (Sylow Remix) – Blackstreet
  • Schelle – Beginner
  • Hunnies – Plusmacher feat. Botanikker
  • Bruno Mars – 24K Magic
  • Fly Away – Lenny Kravitz

3. In welcher Location/ welchem Club hast du bisher am liebsten aufgelegt?

Im Schlachthof in Krefeld und im 19 Down in Essen fühle ich mich immer sehr wohl. Außerdem feier ich die Kieler Schaubude hart!

4. Was war die kurioseste Situation bei einem deiner Gigs?

Letztens wollte einer bei mir am DJ Pult Bier bestellen. In der gleichen Nacht hat mir jemand 10 Euro für seinen Musikwusnch angeboten. Aber das kommt häufiger vor.

5. Toilettengang während des Auflegens, wie löst du das Problem?

Meistens schnappe ich mir einen Gast, den ich kenne und weise ihn/sie kurz in die „Startknopf-Drück-Technik“ ein, für den Fall, dass das Lied auslaufen sollte, bevor ich wieder da bin.  Oder einfach ein langes Lied spielen und schnell zur Toilette rennen.

 

Das Superprofil von Shawn Tight: http://www.super-booking.de/shawntight/

DJ Setup Steve Clash

Der goldene Rider – Regelung für Technik und Verpflegung

Technical- und Hospitality Rider sind Bestandteil von Künstlerverträgen und regeln, für welche technischen Voraussetzungen der Veranstalter zu sorgen hat bzw., was sich der Künstler an Speisen und Getränken wünscht. Bei größeren Künstlern kann der Hospitality Rider darüber hinaus auch Wünsche nach Handtüchern, Kleidung, Einrichtung der Garderobe und Tierbabies enthalten.

Der Technical Rider

Bei Bands und Musikern regelt der Technical Rider wie die Instrumente auf der Bühne angeordnet werden, welcher Musiker wie viele Monitore braucht, um sich und die anderen Musiker auf der Bühne zu hören und welches Instrument wie viele Kanäle bzw. Mikrofone braucht. Insbesondere bei Festivals mit mehreren Bands und kurzen Umbauzeiten ermöglicht der Technical Rider, dass sich der Technikdienstleister und die Stagecrew auf die Auftritte vorbereiten können. Der unten abgebildete Rider stammt von Erobique und ist ein Beispiel für eine sehr kreative Umsetzung.

Technischer Reiter von Erobique
(Technischer Reiter von Erobique via Berlin Mitte Institut)

Der Technical Rider von DJs enthält das gewünschte Mischpult, die Zuspieler, wie z.B. Plattenspieler oder CD-Player, die Anordnung der Geräte und ebenfalls Informationen über das Monitoring. Schon kleine Abweichungen in der Anordnung der Geräte oder das falsche Mischpult können die Performance eines DJs verändern. Daher ist die strenge Einhaltung des Riders auch im Interesse des Veranstalters, auch wenn das Beharren auf die Bedingungen des Rider manchmal etwas übertrieben auf Außenstehende wirken kann.

Der Hospitality Rider

Inflatable boat or dingie, suitable for 2-3 People, 1/8 Oz. of local grass ( Aus dem Hospitality Rider von Steve Aoki)

Der Hospitality Rider beinhaltet die Wünsche an Speisen und Getränken des Künstlers. Gerade bei Künstlern oder DJs, die viel Reisen und die meiste Zeit des Jahres auf Tour sind, besteht häufig der Wunsch nach gesundem Essen, angepasst an die eigenen Essgewohnheiten. Der Rider kann aber auch zusätzliche Wünsche nach Kleidung, der Einrichtung der Garderobe oder Wünsche zur Abholung am Flugahfen enthalten. Ein Beispiel für einen umfangreichen Hospitality Rider stammt von Jack Ü, dem Musikprojekt von Diplo und Skrillex.

Hospitality Rider von Jack Ü
(Hospitality Rider von Jack Ü via Mixmag)

Auch wenn das Thema Rider für Außenstehende immer nur dann in den Fokus rückt, wenn wieder ein Beispiel von (vermeintlich) übertriebenen Forderungen auftaucht, sind diese Regelungen unverzichtbar im Künstlerbooking. Ohne die Regelung der technischen Voraussetzungen ist ein Künstler nicht in der Lage aufzutreten.

Bild von Mr. Nice Guy

5 Fragen an Mr. Nice Guy

Mr. Nice Guy nimmt das mit den Musikgenres nicht so genau. Obwohl er das mit der Musik schon sehr ernst nimmt. Immerhin hat er seinen gut bezahlten Job als Marketing Coordinator geschmissen, um hauptberuflich DJ zu werden. Aber auf eine einzige Musikrichtung kann man den Düsseldorfer einfach nicht festnageln. Da kommt alles auf die Plattenspieler, was Spaß macht und, was sich mixen lässt. Im Sommer steht er als Tour-DJ mit Martin Jondo auf den großen Festivalbühnen der Republik. Den Rest des Jahres wird er in die relevanten Clubs im deutschsprachigen Raum gebucht. Und wenn man glaubt, das wäre schon alles, irrt man sich. Denn Unternehmen wie Red Bull, Jung von Matt, PricewaterhouseCoopers und G-Star setzen auch auf den Sound des immer fröhlichen Mr. Nice Guys.

Wir haben Mr. Nice Guy 5 Fragen gestellt

1. Wo war der entfernteste Gig, den du gespielt hast?

Im Royal Santrian Hotel auf Bali. Eine große Privatfeier am Strand, DJ Booth und Dancefloor im Sand. Ich habe direkt Familienurlaub daraus gemacht. Da hat meine Mutter mich zum ersten Mal bei der Arbeit gesehen und ich sie beim tanzen.

2. Deine Top 5 Songs um eine langweilige Party in Schwung zu kriegen.

  • Get Ready (Tall Boys „Don’t Stop The Party“ Bootleg) – 2 Unlimited / Pitbull
  • Single Ladies can’t hurry love – Beyoncé vs Surpremes
  • Higher and Higher – Jackie Wilson
  • Could you be loved – Bob Marley
  • Lean on – Major Lazor & DJ Snake feat. MØ

3. In welcher Location/ welchem Club hast du bisher am liebsten aufgelegt? 

Im moondoo in Hamburg. Die Philosophie des Clubs passt genau zu meinem Sound oder andersrum ich zum Club. Hinter der DJ Booth befindet sich ein Teil der Tanzfläche, so dass ich von allen Seiten Energie bekomme –  genau diese kann ich den Gästen wieder zurückgeben.

4. Was war die kurioseste Situation bei einem deiner Gigs?

Ich bin zwar kein Fußballfan, aber es ist schon witzig, wenn Fußballstars wie Benedikt Höwedes oder Kevin-Prince Boateng explizit nach mir fragen, um auf deren Party zu spielen.

5. Toilettengang während des Auflegens, wie löst du das Problem?

Da ich keinen Alkohol trinke, habe ich nie das Problem. Zur Not kann ich immer einen Mix reinhauen.

 

Das Superprofil von Mr. Nice Guy: www.super-booking.de/mrniceguy/

Foto von DJ Mills

5 Fragen an DJ Mills über das DJ-College

DJ Mills ist der Gründer des DJ College in Düsseldorf. Er legt seit Anfang der 90er Jahre auf und ist 2001 nach Berlin gezogen, um internationales Medien- und Kulturmanagement zu studieren. Seit 2006 lebt er wieder in Düsseldorf, wo er sein DJ-College betreibt und für Kunden wie Vodafone, Mercedes oder Jägermeister und in den örtlichen Clubs wie der Nachtresidenz, dem Monkey’s, Port Seven und im Ufer 8 auflegt.

Wir haben DJ Mills 5 Fragen zu seinem DJ College gestellt

1. Seit wann gibt es das DJ-College und wie kamst du auf die Idee?

Im Jahr 2012 habe ich das DJ-College als Gewerbe angemeldet und nach ca. drei Monaten Marketing meine ersten Schüler gehabt. Zuerst zu Hause bei mir, wie z.B. beim privaten Klavierunterricht. Eine Freundin von mir meinte mal (sie hat selber öfters Groupon etc. genutzt), ob ich nicht Bock hätte, Leuten das DJing beizubringen. Da ich selber so einen Spaß beim Auflegen habe, und ich mit 60 wahrscheinlich nicht mehr im Club auflegen möchte, hielt ich es für eine gute Idee, meine Leidenschaft an die nächste Generation weiterzugeben. Außerdem gab es in Düsseldorf und unmittelbarer Umgebung noch keine DJ Schule.

2. Warum sollte man sich bei euch anmelden? Wer zählt zu eurer Zielgruppe?

Wenn man sich verbessern will bzw. keine Lust hat sich auf Youtube Tutorials reinzuziehen, ohne schnelle Antorten auf Fragen zu bekommen. Wenn man Fragen zur Technik (Serato/Traktor etc.) hat. Wenn man von vornherein technische Fehler vermeiden möchte, die später schwieriger zu korrigieren wären. Weil ich selber Tipps und Tricks sowie Anekdoten aus 20 Jahren DJ Erfahrung liefern kann.

Die Zielgruppe ist schwer zu definieren. Zum einen DJs, die sich verbessern möchten, aber auch blutige Anfänger, die sehr musikinteressiert sind und gerne mal richtig mixen möchten. Teilweise auch „Ältere“, die nach Kindern, Job und Familie mal wieder Zeit für sich und ihr ihr Hobby haben möchten. Oder Leute, die sehen, dass die neuen Rockstars nicht mehr Rolling Stones oder Nirvana heißen, sondern David Guetta, Felix Jaehn oder Martin Garrix.

3. Was sind die Inhalte, die vermittelt werden. Kann ich nach der Ausbildung bei euch direkt bei den großen Events auflegen?

Die Inhalte sind gegliedert in die drei Stufen Basics, Advanced und Expert und bauen aufeinander auf. Beginnend mit musiktheoretischen Grundlagen und einer Einführung in das Auflegen bis hin zu Turntablism und Anleitung zur Selbstvermarktung.

Direkt vor einem großen Publikum aufzulegen geht in der Regel natürlich nicht. Technik sowie Fertigkeiten und wertvolle Tipps können wir vermitteln. Die Theorie vor einem Publikum in die Praxis umzusetzen, muss dann jeder Schüler aber selber. Ich nehme unsere Schüler öfters auch mit zu Auftritten und erzähle einfach, wann und warum ich welche Songs spiele, damit sie auch lernen, das Publikum zu lesen. Wenn sie gut genug sind, lasse ich sie dann auch ein paar Übergänge machen.

Insbesondere Events setzen voraus, dass man zum einen eine sehr breite Musikauswahl besitzt, sowie die Herausforderung meistert ein sehr heterogenes Publikum zum Tanzen zu bringen. Da ist ein fundiertes Musikwissen aber auch Erfahrung, wann welcher Song für welche tanzenden Leute passt, das A und O. Wer sich Sean Paul wünscht könnte auch zu Major Lazer tanzen. Oder wer Nirvana feiert wird bei Rage Against The Machine bestimmt auch abgehen.

4. Widerspricht sich eine DJ-Schule mit dem autodidaktischen Ansatz, der bisher im DJing üblich war? Oder kurz: Bin ich dann noch real?

Muss ja niemand auf Facebook posten, dass er bei mir in der DJ Schule war. 😉

5. Wie sieht die Zukunft vom DJ-College aus? Was sind eure Pläne?

Wir werden zukünftig Musikproduktion als Workshops anbieten (Logic, Maschine, Ableton, ProTools). Einen öffentlichen DJ Contest werden wir vermutlich gegen Ende dieses Jahres wieder anbieten. Oder alternativ einen ein „Open Needle“ Abend in einem Düsseldorfer Nachtclub.
So können sich meine DJ Schüler aber auch andere Bewerber austauschen und dadurch bestenfalls die Qualität des Auflegens oder zumindest die Qualität der Kultuveranstaltungen verbessern.

 

Das Superprofil von DJ Mills: www.super-booking.de/djmills

Das DJ-College im Internet: http://www.dj-college.de/

Bild von DJ Influx_

5 Fragen an DJ Influx_

Der Berliner DJ Influx_ spielt sich regelmäßig durch die Clubs in Berlin und in die Herzen des Publikums und bedient mit Pop, Rock, 80s und 90s eine musikalische Lücke in der sonst eher elektronisch dominierten Stadt.

Wir haben DJ Influx_ 5 Fragen gestellt

1. Wo war der entfernteste Gig, den du gespielt hast?

In Göttingen im Junges Theater. Es war auf jeden Fall eine Erfahrung wert, zu sehen, wie in einer „Kleinstadt“ gefeiert wird. Überraschend gut. Dennoch lange nicht so exzessiv, wie in der Hauptstadt. Der Trip dorthin war jedenfalls wilder!

2. Deine Top 5 Songs um eine langweilige Party in Schwung zu kriegen.

  • Can’t Hold Us Down – Macklemore
  • Fireworks – Katy Perry
  • Work Bitch – Britney Spears
  • When The Rain Begins To Fall – Jermaine Jackson
  • Mr. Brightside – Killers

3. In welcher Location/ welchem Club hast du bisher am liebsten aufgelegt? 

Definitiv im Musik und Frieden (Berlin). Ich steh auf die Mitarbeiter. Nach so vielen Partys kennt man sich und ist gut aufeinander eingespielt. Die sind der Burner und das Publikum dort sowieso immer! Der Club ist genau meins – perfekte größe, guter Stil.

4. Was war die kurioseste Situation bei einem deiner Gigs?

Als ein Gast zu mir hinter das Pult kam und anfing auf die Knie zu gehen…

5. Toilettengang während des Auflegens, wie löst du das Problem?

Ich schnappe mir einen großen Becher und ab gehts.

 

Das Superprofil von DJ Influx_ : www.super-booking.de/influx/

DJ Trump, sprechen Sie mir nach.

Politische Reden selbst erstellen.

Streng genommen müsste es MC Trump heißen. Aber geschenkt.

Die Web-App DJ Trump legt dem U.S. Amerikanischen Präsidenten (fast) beliebig Worte in den Mund und generiert daraus ein Video.

Die erstellten Videos können dann leicht über Facebook und Twitter geteilt werden.

https://www.getdjtrump.com/