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5 Fragen an DJ Mills über das DJ-College

DJ Mills ist der Gründer des DJ College in Düsseldorf. Er legt seit Anfang der 90er Jahre auf und ist 2001 nach Berlin gezogen, um internationales Medien- und Kulturmanagement zu studieren. Seit 2006 lebt er wieder in Düsseldorf, wo er sein DJ-College betreibt und für Kunden wie Vodafone, Mercedes oder Jägermeister und in den örtlichen Clubs wie der Nachtresidenz, dem Monkey’s, Port Seven und im Ufer 8 auflegt.

Wir haben DJ Mills 5 Fragen zu seinem DJ College gestellt

1. Seit wann gibt es das DJ-College und wie kamst du auf die Idee?

Im Jahr 2012 habe ich das DJ-College als Gewerbe angemeldet und nach ca. drei Monaten Marketing meine ersten Schüler gehabt. Zuerst zu Hause bei mir, wie z.B. beim privaten Klavierunterricht. Eine Freundin von mir meinte mal (sie hat selber öfters Groupon etc. genutzt), ob ich nicht Bock hätte, Leuten das DJing beizubringen. Da ich selber so einen Spaß beim Auflegen habe, und ich mit 60 wahrscheinlich nicht mehr im Club auflegen möchte, hielt ich es für eine gute Idee, meine Leidenschaft an die nächste Generation weiterzugeben. Außerdem gab es in Düsseldorf und unmittelbarer Umgebung noch keine DJ Schule.

2. Warum sollte man sich bei euch anmelden? Wer zählt zu eurer Zielgruppe?

Wenn man sich verbessern will bzw. keine Lust hat sich auf Youtube Tutorials reinzuziehen, ohne schnelle Antorten auf Fragen zu bekommen. Wenn man Fragen zur Technik (Serato/Traktor etc.) hat. Wenn man von vornherein technische Fehler vermeiden möchte, die später schwieriger zu korrigieren wären. Weil ich selber Tipps und Tricks sowie Anekdoten aus 20 Jahren DJ Erfahrung liefern kann.

Die Zielgruppe ist schwer zu definieren. Zum einen DJs, die sich verbessern möchten, aber auch blutige Anfänger, die sehr musikinteressiert sind und gerne mal richtig mixen möchten. Teilweise auch „Ältere“, die nach Kindern, Job und Familie mal wieder Zeit für sich und ihr ihr Hobby haben möchten. Oder Leute, die sehen, dass die neuen Rockstars nicht mehr Rolling Stones oder Nirvana heißen, sondern David Guetta, Felix Jaehn oder Martin Garrix.

3. Was sind die Inhalte, die vermittelt werden. Kann ich nach der Ausbildung bei euch direkt bei den großen Events auflegen?

Die Inhalte sind gegliedert in die drei Stufen Basics, Advanced und Expert und bauen aufeinander auf. Beginnend mit musiktheoretischen Grundlagen und einer Einführung in das Auflegen bis hin zu Turntablism und Anleitung zur Selbstvermarktung.

Direkt vor einem großen Publikum aufzulegen geht in der Regel natürlich nicht. Technik sowie Fertigkeiten und wertvolle Tipps können wir vermitteln. Die Theorie vor einem Publikum in die Praxis umzusetzen, muss dann jeder Schüler aber selber. Ich nehme unsere Schüler öfters auch mit zu Auftritten und erzähle einfach, wann und warum ich welche Songs spiele, damit sie auch lernen, das Publikum zu lesen. Wenn sie gut genug sind, lasse ich sie dann auch ein paar Übergänge machen.

Insbesondere Events setzen voraus, dass man zum einen eine sehr breite Musikauswahl besitzt, sowie die Herausforderung meistert ein sehr heterogenes Publikum zum Tanzen zu bringen. Da ist ein fundiertes Musikwissen aber auch Erfahrung, wann welcher Song für welche tanzenden Leute passt, das A und O. Wer sich Sean Paul wünscht könnte auch zu Major Lazer tanzen. Oder wer Nirvana feiert wird bei Rage Against The Machine bestimmt auch abgehen.

4. Widerspricht sich eine DJ-Schule mit dem autodidaktischen Ansatz, der bisher im DJing üblich war? Oder kurz: Bin ich dann noch real?

Muss ja niemand auf Facebook posten, dass er bei mir in der DJ Schule war. 😉

5. Wie sieht die Zukunft vom DJ-College aus? Was sind eure Pläne?

Wir werden zukünftig Musikproduktion als Workshops anbieten (Logic, Maschine, Ableton, ProTools). Einen öffentlichen DJ Contest werden wir vermutlich gegen Ende dieses Jahres wieder anbieten. Oder alternativ einen ein „Open Needle“ Abend in einem Düsseldorfer Nachtclub.
So können sich meine DJ Schüler aber auch andere Bewerber austauschen und dadurch bestenfalls die Qualität des Auflegens oder zumindest die Qualität der Kultuveranstaltungen verbessern.

 

Das Superprofil von DJ Mills: www.super-booking.de/djmills

Das DJ-College im Internet: http://www.dj-college.de/

Steve Clash ist Gründer und Inhaber von Superbooking. Der in Berlin lebende Diplom-Wirtschaftsingenieur hat mit seiner 20-jährigen Erfahrung als Club-DJ und seiner Fachkenntnis im Bereich Veranstaltungstechnik die besten Voraussetzungen für das Vermitteln von DJs an Corporate Events.

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